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Vorfallmanagement
NIS2-Vorfallmeldung: Der praktische 72-Stunden-Leitfaden

NIS2-Vorfallmeldung: Der praktische 72-Stunden-Leitfaden

9 Min. Lesezeit
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Thomas Weber

Technischer Berater — Sicherheitsarchitekt

Ransomware trifft Ihren Hauptserver um 23 Uhr an einem Freitagabend. Die NIS2-Uhr startet sofort. Sie haben 24 Stunden für die Frühwarnung, 72 Stunden für den vollständigen Bericht.

Was zählt als erheblicher Vorfall unter NIS2?

Artikel 23 der Richtlinie 2022/2555 definiert einen erheblichen Vorfall als Ereignis, das schwere betriebliche Störungen verursacht oder verursachen kann. Beispiele: Ransomware, Datenleck, DDoS-Angriff, Lieferkettenkompromittierung.

Phase 1: Frühwarnung (24 Stunden)

Innerhalb von 24 Stunden müssen Sie eine Frühwarnung an das BSI senden (Artikel 23, Richtlinie 2022/2555). Inhalt: Art des Vorfalls, vermutete Ursache, grenzüberschreitende Auswirkungen.

Phase 2: Vollständige Meldung (72 Stunden)

Innerhalb von 72 Stunden: Schweregradbewertung, Auswirkungen auf Dienste, Kompromittierungsindikatoren (IOC), laufende Abhilfemaßnahmen.

Phase 3: Abschlussbericht (1 Monat)

Innerhalb eines Monats: Ursachenanalyse, implementierte Korrekturmaßnahmen, gewonnene Erkenntnisse.

Was Sie JETZT vorbereiten sollten

Ein Incident-Response-Team. Vorgespeicherte BSI-Kontaktdaten. Vorfallklassifizierungsmatrix. Vorbereitete Meldevorlagen. Definierte interne Kommunikationskette. Beweissicherungsverfahren.

Die 72-Stunden-Frist wartet nicht. Bereiten Sie sich jetzt vor — oder zahlen Sie später bis zu 10 Mio. EUR (Artikel 34, Richtlinie 2022/2555).


*Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar.*

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar.